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Schelle, welche er fleißig in Bewegung ſetzte, um jeden Nahenden zu warnen und ihm die Todesart der auf dem Schiebebocke hinter ihm liegenden Leichen anzudeuten. Mit zugehaltenen Lippen und Naſen lugten verſtohlen die Stadtbewohner nach dem ſo ſchlichten und doch ſo fürchterlichen Leichenzuge aus, welcher durch die jetzt völlig todte Rhänitzgaſſe ſich dahin bewegte..
Mit Hülfe des frommen Paters bettete Popp draußen das todte Ehepaar in das von ihm bereitete Grab und betete dann in herkömmlicher Weiſe an demſelben, worauf er den Sand darüber warf und anhäufelte. Nachdem er in die Wohnung ſeines Meiſters zurückgekehrt war, öffnete er deren Fenſter und durchräucherte die ganze Stube mit Wachholderreißig. Dann ſetzte er ſich hin, um von den überſtandenen Anſtrengungen auszuruhen. Den Blick emporhebend, ſprach er mit frommer Er⸗ gebung:„Nun, Herr, ſchicke es, wie du willſt. Jetzt will ich gern ſterben, da ich meinen ehrlichen Namen wieder habe.— Wer pocht?“— rief er plötzlich, ſich unterbrechend.—„Wer wagt es, in dieſe Peſthöhle einzutreten?“
Popp eilte nach der Thüre hin. Als er voll Neu⸗ gier dieſelbe öffnete, hüpfte unter einem Freudengeſchreie ein unerwarteter Beſuch herein: der Rabe, dem mit dem halben Flügel das Hochfliegen benommen war.
„Willkommen, mein treuer, lieber Freund!“— rief Popp entzückt und nahm den Raben auf ſeinen Schvoß, um ihn zu ſtreicheln und zu liebkoſen.„Du fürchteſt


