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Die Ausgestoßene : eine Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert / von Gustav Nieritz
Entstehung
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nem Kloſter auf der jetzigen Kloſtergaſſe. Er verhehlte ihm nicht die Art und den Namen der Krankheit, von welcher der Böttchermeiſter und deſſen Weib ergriffen worden waren. Dennvoch zeigte ſich der würdige Diener des Herrn bereit, des Sterbenden Beichte anzuhören und ihn zu tröſten. Nachdem er beides zu Pumpers großer Beruhigung gethan hatte, näherte ſich Pater Anſelmus dem Fenſter der Krankenſtube, vor welchem ſich draußen auf der Straße ein Trupp Neugieriger, der Thorwächter unter ihnen, verſammelt hatte. Beſorgt wichen ſie zu⸗ rück, als Pater Anſelmus an das voffene Fenſter trat. Dieſer aber richtete jetzt folgende Strafpredigt an die Neugierigen:

Vergebens ſuchet ihr dem nahenden Strafgerichte Gottes zu entrinnen. Ihr Alle, die ihr jetzt die Flucht vor mir und dem ſchwarzen Tode ergreifet, werdet eher von demſelben überfallen werden als ich und der wackere Geſelle des ſterbenden Böttchermeiſters. Wer aber da⸗ gegen ein gutes Werk fördern, einem Sterbenden ſein Ende erleichtern und einem Schuldloſen zu ſeinem guten Rechte wieder verhelfen will: der trete an dieſes Fenſter und werde mit mir Zeuge von dem Schuldbekenntniſſe des Meiſters Pumper.

Dieſe Worte, aus dem Munde eines eben ſo hoch geehrten als geliebten Seelſorgers, verfehlten ihre Wir⸗ kung nicht. Als Pater Anſelmus zu Pumpers Lager zurückgekehrt war, umſtellte ein Trupp Zeugen von außen das offene Fenſter und hörte dort Pumpers mit noch