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Die Ausgestoßene : eine Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert / von Gustav Nieritz
Entstehung
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140⁰

nen ehemaligen Nachbar und Freund, der Thorwächter, dem er ſein Anliegen durch Schreien gegen den Thurm kund gab. Bankel ſteckte hierauf ſeinen Kopf aus dem Fenſter und verſetzte:Daß ich ein Narr wäre und mich muthwillig in Gefahr begäbe, die Peſt zu bekommen⸗ Such' die Zeugen, wo du willſt; nur nicht bei mir.

Nicht beſſer erging's dem bittenden Popp in der ganzen übrigen Nachbarſchaft.

Der Würgengel löſet nicht nur das Leben, ſondern zugleich auch die Bande des Blutes, der Liebe und der Freundſchaft auf.

Popp kehrte zu dem Peſtkranken zurück.

Meiſe ſprach er zu ihmdein guter Wille kam zu ſpät. Niemand will Zeuge ſein aus Furcht vor der Anſtickung.

Zu ſpät! zu ſpät! ächzte Pumper.Wehe, wehe mir! Siehſt du, Popp, den Teufel ſchon ſeine Krallen nach mir ausſtrecken? Hörſt du ſein Hohnge⸗ lächter? Fühlſt du ſeinen Feuerathem? Popp, erbarme dich meiner! Hole den Pater Anſelmus herbei, auf daß er den Teufel von mir treibe. Auch will ich beichten eile, eile, Popp!

Popp lief abermals ſort,

Ob Pater Anſelmus aber auch kommen wird? fragte er ſich unterwegs.Ach, der ſchwarze Tod iſt ein richtiger Prüfſtein für Pflichttreue und Liebe und Freundſchaft!

Popp traf zum Glück den Pater gnſelnus in ſei⸗