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bei Seite ſetzte. Später raunte er dem Knaben, welcher noch immer die Axt feſthalten mußte, heimlich zu:„Ich habe dir etliche Schlucke Bieres in der Kanne übrig ge⸗ laſſen. Die kannſt du dir ſchmecken laſſen, ſo wie mein Meiſter den Rücken wenden wird.“
Ein dankbarer Blick und ein freudiges Kopfnicken Friedberts vergalten dieſen Liebesdienſt. Es währte aber noch eine geraume Zeit, bevor der Knabe ſein Bier auf⸗ trinken konnte. Dies geſchah erſt dann, als die ſämmt⸗ lichen Biertonnen gepicht und wieder gebunden worden waren, worauf Meiſter Pumper und ſein Geſelle davon⸗ gingen.
Endlich waren die Holzſcheite geſpalten und Fried⸗ bert verſpürte nach der heftigen Erſchütterung ſeines ganzen Körpers einen verdoppelten Hunger. Es war ihm daher ganz recht, als er eine Magd mit einer großen Schüſſel voll rauchenden Eſſens aus dem Wohnhauſe ſeines Ohms in das gegenüberliegende Malzhaus gehen ſah und der Brauknecht zu ihm ſagte:
„Nun wollen wir eſſen gehen. Komm' in den Scha⸗ lander!“
Der Schalander war nichts anderes als die Wohn⸗ und Schlafſtube der Brauknechte, welche neben der Malz⸗ darre gelegen war. Daſelbſt fand Friedbert bereits ſei⸗ nen böſen Aufſeher Guntram vor und noch drei andere Braugehilfen, welche an einem Tiſch und um die rau⸗ chende Schüſſel gereihet ſaßen. Auch Friedberts Be⸗ gleiter, Markus, nahm ſeinen Platz ein. Als aber der


