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jetzt wiederum ſcheuerte dich Guntram und wollte dich zum Kreuzritter ſchlagen! O heiliger Erasmus! wenn du nicht rein wärſt wie ein unſchuldiges Täublein, ſo weiß ich nicht, wer es ſonſt ſein ſollte. Nun, mein Junge, aller Anfang iſt ſchwer und jedermann hat ſein Bündel Ungemach zu tragen. Denke an deine arme Mutter, wenn du ungeduldig werden oder den Lebens⸗ muth verlieren willſt.“
Dankbar heftete Friedbert ſein Auge auf den Tröſter mit dem ſteifen Schurzleder und dem pechgeſchwärzten Antlitze. Derſelbe hatte in ſeinem langen Geſichte eine ungeheuer große Habichtsnaſe, über welcher dicht neben einander zwei weit offene Augen in wunderbarem Glanze funkelten. Die hohe, ſchmale Stirne war gänzlich von Haaren frei und ließ eine Glatze ſehen, die ſich faſt bis in die Mitte des Hauptes erſtreckte und auf ein ſchon vorgerücktes Alter hindeutete. Die aufgeſtreiften Hemd⸗ ärmel umgaben einen zwar mageren, jedoch ſehnigen Arm, der in einer ungewöhnlich großen und breiten Hand endigte. Popp's Kniee, welche nicht ganz durch's Schurz⸗ leder überdeckt wurden, ſtanden mehr einwärts gekehrt und mehr beiſammen, wie dies oftmals bei langen Ge⸗ ſtalten der Fall zu ſein pflegt.
Während Friedbert ſeinen ſchnell lieb gewonnenen Freund ſo betrachtete, war ein junger Menſch von etwa
2 Jahren in den Hof getreten und ſchritt jetzt mit ab⸗ gemeſſenen und bedächtigen Schritten in's Wohnhaus des Mälzers. Seine Kleidung trug einen geiſtlichen Zu⸗
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