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Die Ausgestoßene : eine Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert / von Gustav Nieritz
Entstehung
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er herzutretenddaß du ihm die Knochen zerſchlagen willſt? Entzwei gemacht ſind ſie bald, doch nicht eben ſo ſchnell wieder zuſammengeheilt.

Sieh her, Popp! verſetzte Guntram dieſe neue Schaufel hat der boshafte Bube morſch entzwei ge⸗ brochen.

Und das nimmt dich Wunder? erwiederte Popp, nachdem er den Schaufelſtiel flüchtig betrachtet hatte. Siehſt du nicht, daß hier ein Aſt iſt und daß der Stiel deshalb bei dem erſten heftigen Anſtoße abbrechen mußte? Derjenige, welcher dieſe Schaufel einkaufte, verdient deine Schläge, nicht aber der, welchem ſie unter den Händen zerbrach.

Ha! ha! lachte der andre Brauknecht voller Schadenfreuderecht geſprochen, Popp! Guntram mag ſich ſelbſt mit dem Schaufelſtiele ſchlagen, denn er iſt's, der ſie eingekauft hat.

Guntram erwiederte dieſe Worte mit einem Zorn⸗ blicke auf ſeinen Kameraden und kehrte mit den Schaufel⸗ ſtücken in's Malzhaus zurück.

Popp, der Böttchergeſelle, ſtrich mit der Rechten über Friedberts übel beſchundenes Antlitz hinweg, wobei er mitleidig ſagte:

Armer Junge! du alſo biſt das Kind der Frau, die heute wegen des Ausſatzes ausgeſtoßen worden iſt? Und der reiche Meiſter Lippmann iſt dein Ohm? Und er hat dich ſchenern und einräuchern laſſen, wie mir mein Meiſter unter vielem Lachen erzählt hat? Und