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„Was ich doch für ein unglücklicher Junge bin!“ weinte er.„Meinen lieben Vater ſchlugen die Knappen des Raubritters von Zwenkau todt und meine Mutter mußte unter ſo vielen Tauſend Menſchen allein die Lepra bekommen, ſo daß ſie lebendig todt iſt und wir fremdes Brot eſſen müſſen. Ach, wenn ich nur ſchon ein Stück davon hätte und einen Schluck Bieres dazu! Aber ſtatt deſſen dürfte es Schelte ſetzen wegen der zerbrochenen Schaufel, die gerade wieder unter meinen Händen zer⸗ brechen mußte.“
Friedbert blickte zum Loche in der Decke auf. Daſ⸗ ſelbe war mit einem hölzernen Deckel verſchloſſen.
Etwas beruhigter ſtellte er die zerbrochene Schau⸗ fel in den dunkelſten Winkel des Malzbodens und ver⸗ ließ denſelben, da ſeine Arbeit zu Stande gebracht war. In den Hof zurückkehrend gewahrte Friedbert daſelbſt ſeinen grämlichen Aufſeher, welcher mit noch
einem Brauknechte ſtarke Holzſcheite zu ſpalten beſchäf⸗
tigt war. „Biſt du endlich fertig, träger, trotziger Bube?“
redete er Friedbert an.„Komm' her und halte ſtatt
meiner die Art, indeß ich nachſehe, wie du deine Arbeit
vollbracht haſt.“
Friedbert griff zu und erfaßte den Stiel der Apt, deren Schneide in dem aufrecht ſtehenden Holzſcheite ſteckte. Der andere Knecht erhob hoch den Schlägel von hartem Holze und ließ ihn mit aller Kraft auf den Axt⸗ helm niederſchmettern, ſo daß der Schlag den Knaben


