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Die Ausgestoßene : eine Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert / von Gustav Nieritz
Entstehung
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ſpitze in der Sonne goldig blitzte. Dabei fiel ihm ſeine Mutter ein, wie ſie vor der Kapelle knieete und Abſchied von dem Gotteshauſe nahm, deſſen Schwelle ſie nie wieder betreten durfte. Da entglitt ein Seufzer ſeiner Bruſt und gedankenvoll ſtarrte er hinaus auf den Fluß, 1 auf welchem ein großer Kahn mit geblähtem Seegel da⸗ hin rauſchte. Plötzlich rief eine fürchterliche Stimme aus der Höhe herab:

Willſt du arbeiten, fauler Schlingel?! Erſchrocken blickte Friedbert empor und entdeckte des Brauerknechts grämliches Antlitz, welches aus einer viereckigen Oeffnung in der Decke hernieder ſchaute. Friedbert war nicht ſo ſanftmüthig wie ſeine Schweſter und leicht in den Harniſch zu bringen. Daher überlief

ihn der Zorn bei dem Zurufe des groben Aufpaſſers und trotzig ſchrie er demſelben zu: Nun, hexen kann ich nicht und zerſchinden mich auch nicht Nichts deſto weniger erfaßte er aber die Schau 4 und begann wieder ſeine Arbeit. Doch that er ſie voll inneren Grimms und ſo geſchah es, daß er bei einen

heftigen Schaufelſtiche gegen eine Ungleichheit des Fuß⸗ 3 bodens ſtieß und die Schaufel am Stiele zerbrach. 1 Demohnerachtet ſetzte er das Umſtechen des Malzes fort, jedoch mit verdoppelter Anſtrengung und Zeitver⸗ ſchwendung.

ihm dabei aus den Augen. 5

2 Thränen des Zornes und des Schmerzes ſchoſſen