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mit rauhem Tone, indem er dem Knaben eine hölzerne Schaufel in die Hand legte.
„Umſtechen?“ fragte Friedbert verwundert.„Hab' ich doch kein Meſſer und kein Schwerdt!“
„Dummkopf!“ ſchalt der Knecht und riß ihm die Schaufel mit Ungeſtüm aus der Hand.„Du denkſt wohl an ein wirkliches Stechen, wie man etwa ein Schwein niederſticht? Gieb Acht!“
Der Knecht begann hierauf das Malz ebenſo mit der Schaufel zu bearbeiten, wie man ein Gartenbeet um⸗ zugraben pflegt, ſo zwar, daß das Unterſte oben und das Oberſte unten zu liegen kam.
„So machſt du's fort“— ſprach der Knecht nach einigen Stichen und gab dem Knaben die Schaufel zurück. „Halte dich aber dazu und rühre die Knochen fleißig, wenn du ein Mittagbrot haben willſt.“
Der Knecht verließ den Malzboden und Friedbert ging an ſeine Aufgabe, die ihm, als ungewohnt, ziemlich ſauer ward. Nicht lange dauerte es, ſo ſchwitzte er und mußte die Arme ſinken laſſen. Dabei blickte er ſich um und bemerkte, daß die Luft recht durch die offenen Fen⸗ ſtern ſtrich.
„Das geſchieht wahrſcheinlich mit Abſicht“— ſprach er zu ſich—„damit das feuchte Malz ab⸗ trockne.“
Aus dem Fenſter ſehend, bemerkte er den Elbſtrom mit der Brücke und der darauf befindlichen Kapelle zum heiligen Leichnam, deren metallnes Kreuz auf der Dach⸗


