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Die Ausgestoßene : eine Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Zweites apitel.

In des Oheims Snuſe.

Im 14. Jahrhundert war Dresden bei weitem kleiner als jetzt. Die jetzige Neuſtadt, welche damals die Altſtadt hieß, weil ſie eher als dieſe erbaut worden war, beſtand nur aus einigen Häuſerreihen, welche die jetzige Kloſtergaſſe, die Meißner⸗ und die Rhänitzgaſſe bildeten. In der jetzigen Altſtadt lag die Kirche unſter lieben Frauen noch außerhalb der Stadtmauer; die pirnaiſche, die See⸗ und Wilsdrufer Vorſtadt beſtanden noch gar nicht und das Dorf Popritz war durch einen weiten freien Raum von der Stadt getrennt.

Während in unſern Zeiten die Gewinnſucht durch Actienunternehmungen, die Vaterlandsliebe, der Ehrgeks und die Eitelkeit der Menſchen angeſtachelt werden, um die Koſten zu großen Werken aufzutreiben, ſo benutzte man in der Vorzeit die Religion und die Frömmigkeit zu gleichen Zwecken. Zum Beſten des Baues der Elb⸗ brücke zu Dresden bewilligte der Pabſt Johannes XRII im Jahre 1319 einen 40 tägigen Ablaß für jeden Gläu⸗ bigen, welcher büßend, wallfahrtend oder betend zur Kreuzkirche an den Feſttagen des heiligen Kreuzes, des heiligen Täufers Johannes, an der Kirchweihe und an den Oectaven(die Stägige Nachfeier) jener Feſte kommen, wer ferner bein Läuten der Abendglocke knieend drei

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