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Die Ausgestoßene : eine Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert / von Gustav Nieritz
Entstehung
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men und dafür etwa 3 Thaler zu bezahlen haben. Oder

er würde im Gegentheile mit einer Taſſe Cacao oder Fleiſchbrühe ſich begnügen und ſolche in einer Conditorei für 13 Pfennige haben können. Damals aber beſtand das bürgermeiſterliche Frühſtück in einem Stücke Specks und Brotes, ſammt einem Humpen deutſchen Gerſten⸗ ſaftes.

Des Bürgermeiſters Lippen lagen geraume Zeit an dem Rande des zinnernen Deckelkruges und ſchluck⸗ ten den edlen Gerſtenſaft ein, ſo daß man jeden Schluck an dem nackten Halſe des Bürgermeiſters zäh⸗ len konnte.

Als er endlich abſetzte, ſprach Herr Suchaneck be⸗ friedigt:Wahr bleibt's, daß der Mälzer Lippmann drüben in der Altſtadt das beſte Bier brauet. Aber dabei iſt er auch ein arger Filz, der ganz und gar Rhts für ſeine leprakranke Schweſter thun mag. Im Polenlande ſoll er das Mälzen und Brauen erlernt

haben. Da muß das Polen denn doch nicht ſo übel

ſein, als man immer vorgiebt.

Alſo mit ſich ſelbſt ſprechend, bezwang Herr Sucha⸗ neck das Stück Speck, Brot und etliche Humpen Ger⸗ ſtentranks.

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