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zum Unterhalte deiner Schweſter erforderlich ſind und wir werden das Nöthige beſorgen.“
„Sparet Eure Worte, Herr Bürgermeiſter!“ er⸗ wiederte Lippmann trotzig—„denn: ein für allemal — ich zahle nichts und kann nichts zahlen.“
Da ließ Herr Suchaneck den böswilligen Bru⸗ der ſtehen und kehrte in ſeine Wohnung zurück, wo ihn ſeine Frau mit Fragen empfing und beſtürmte.
„Wie ſah die Ausſätzige aus?“ rief die Bürger⸗ meiſterin aus.„Haſt du dich ſehr geekelt? Iſt dir übel? Soll ich die Magentropfen herzuholen?“
Herr Suchaneck ſpuckte erſt eine Mandel zerkaueter Wachholderbeeren aus, bevor er entgegnete:
„Die ausſätzige Kranke beſaß ſo viel Vernunft, daß ſie ihr Antlitz und ihre Hände nicht ſehen ließ. Dies hatte ihr auch der Doctor Stroberius gerathen.“ Derſelbe verſicherte, daß die Haut der Lepra⸗Behafteten wie eine weiße, birkene Rinde anzuſchauen und überdies mit blutigrothen Riſſen, aus denen“—
„Schweig' oder ich werde vor Ekel krank“— fiel die Bürgermeiſterin ein.
„So ſind die Weiber!“ brummte Herr Suchaneck —„Erſt wollen ſie Alles haarklein beſchrieben haben und dann können ſie wieder nichts vertragen. Ha! du hätteſt an meiner Stelle ſein ſollen!“
„Was habt Ihr mit der Kranken angefangen?“ forſchte die Bürgermeiſterin.
„Wir haben ſie ausgeſtoßen“— verſetzte der Bür⸗


