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hoffen wir, daß du deine Hand deshalb weder von ihr, noch von ihren Kindern abziehen werdeſt. Unſer Herr⸗ gott hat dein Handwerk geſegnet und deinen Hausſtand dazu. Wie wär's, wenn du deine Schweſterkinder zu dir nähmeſt und überdies noch für den Unterhalt der Kranken ſorgteſt? Dein Malzhaus liegt in der Altſtadt und nicht weit von dem Meißner Thore, vor welchem deiner Schweſter ihr Wohnort angewieſen wird. Schwer⸗ lich wird ſie es lange treiben und du erwirbſt dir ein Gotteslohn dadurch.
Meiſter Lippmann, der Mälzer oder Brauer, zog ein ziemlich finſteres Geſicht indem er entgegnete:
„Geſtrenger Herr Bürgermeiſter! Ihr habt gut reden, ſintemal Ihr aus dem vollen Stadtſäckel wirth⸗ ſchaftet. Wer aber, wie unſereiner, von ſeiner Hände Arbeit leben muß, hat das Seine zu Rathe zu nehmen. Ich thue mein Möglichſtes, wenn ich die beiden Schwe⸗ ſterkinder zu mir nehme, vorausgeſetzt, daß ſie gut thun und die Knochen wacker rühren. Aber auch noch für das kranke Weib Sorge zu tragen, muthet mir nicht zu. Mich ekelt's ſchon, wenn ich an ſie denke oder von ihr reden höre, geſchweige denn, daß irgend jemand von meinen Leuten mit ihr Umgang pflöge. Das gehe ich nimmermehr ein.“
„Nun, wenn du weiter keine Sorge haſt, Meiſter Lippmann,“— verſetzte der Bürgermeiſter—„ſo darfſt du nur an uns ſo viel Lothe Silbers entrichten, als


