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Schutz nehmen und die gebenedeite Mutter Gottes dazu. Ach, wenn doch die Bürger ſtets erkennten, mit welchen Gefahren und Beſchwerden das Bürgermeiſteramt ver⸗ bunden iſt!“
Das Dresdener Rathhaus war zu jener Zeit ein unanſehnliches, nur ein Stockwerk hohes Gebäude, zu welchem von außen eine hölzerne Freitreppe hinauf⸗ führte. Es enthielt daher keinen großen Saal, ſondern nur ein geräumiges Zimmer und einige Seitengemächer, welche durch die kleinen, in Blei gefaßten, runden Glas⸗ ſcheiben ein ſpärliches Licht empfingen. Zwei dunkle Wandſchränke, eine plump gearbeitete Tafel und ein Dutzend hölzerner Stühle machten die Geräthſchaften des Rathszimmers aus. Die Fachwerke mit den zahl⸗ loſen Aktenbündeln, wie ſie heutzutage in den Rathhäu⸗ ſern zu ſehen ſind, fehlten noch gänzlich.
Die Stirne mit Falten der Sorge gefurcht und begleitet von dem Pedellus, ſchritt Herr Suchaneck durch die auf dem Markte zahlreich verſammelte Volksmenge dahin, welche vor ihrem Dberhaupte ehrerbietig das Haupt entblößte. Bewaffnete Bürger füllten den Flur des Rathhauſes und hielten den Weg zur Treppe frei, welche Herr Suchaneck mit langſamen Schritten erſtieg. er bereits den Stadtrichter oder Villicus, die Stabine, die Rathscumpane und die Rathsfreunde beiſammen, welche letztere aus der Bürgerſchaft gewählt und von Zeit zu Zeit erneuert wurden. Auch der ſehr gelehrte Doctor der Arznei⸗ und Heilkunde, Herr Veit


