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dem frommen Hiob gehört, wie er, am ganzen Leibe„ mit giftigen Schwären bedeckt, auf einem Aſchehaufen ſaß und mit einer Scherbe ſich die Haut kratzte? Wie ſeine Freunde ſieben Tage lang ſtumm ihm gegenüber ſaßen und nicht wagten, ein Troſtwörtlein zu den gro⸗ ßen Schmerzen ihres Freundes zu ſagen? Hiob hatte
den Ausſatz und die Lepra iſt die Schweſter von ihm.“
„Wie aber kommt die Lepra zu uns nach Pbeeden fragte Frau Beate.
„Wie?“ entgegnete Herr Caspar—„Durch die Kreuzzüge! Die Kreuzzfahrer wollten das heilige Land und beſonders das Grab unſers Heilandes den ungläu⸗ bigen Türkenhunden entreißen, nebenbei auch Edelſteine, Gold und Silber in Menge erbeuten. Statt deſſen trugen ſie ihre Haut zu Markte, und die Wenigen, wel⸗ che als elende Krüppel wieder heimkehrten, brachten obendrein die Menſchenblattern, den Ausſatz und die Lepra mit. Das war die Frucht ſo blutiger Kriege! Seitdem haben die ſchlimmen Gäſte aus Aſien und Afrika ſich heimiſch bei uns gemacht und werden es bleiben. Hurrr! mich ekelt's ſchon, wenn ich nur an den Anblick denke. Reiche mir von den Magentropfen, Beate, welche ich vor acht Wochen von dem fremden
Raufmann aus Nürnberg erhandelt habe.“
„Wenn der Ausſatz und die Lepra ſo gefährlich ſind“— ſprach Frau Beate—„ſo würden doch die drei Freunde Hiobs Bedenken getragen haben, n 8 eſuchn“ 4


