29
gen mit Dir, unaufhorlich genießen wuͤrde. Die Unterredungen, welche meinen Verſtand mit den Vorzuͤgen Deiner Seele ſchmuͤckten und zu meinem Gluͤcke die ſuße Hoffnung hinzu⸗ fugten, einſt das Deinige zu erhoͤhen.
O mein geliebter Aza! wie ſchmeichelhaft war Deine Ungeduld uͤber die, durch meine große Jugend verzögerte Verbindung, wie lang erſchienen Dir die zwei Jahre, welche ſeitdem verſtrichen ſind, und doch, wie kurz war ihre Dauer— doch ach! welch unvermeidliches Ver⸗ yaͤngniß machte den gluͤcklichen, kaum erſchiene⸗ nen Augenblick ſo gefährlich?: Welcher Gott ſtraft alſo die Unſchuld und die Tugend? oder welche hoͤlliſche Macht hat uns ſo grauſam ge⸗ trennt? Aza! mein theurer Aza! Schauder er⸗ greift mich, mein Herz wird zerriſſen und meine Thraͤnen benetzen dieſe Arbeit.


