Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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zu prüfen, ja, das will ich auch, ſo wahr ich ein

Ritter bin. Und er zog einen kurzen, ſcharfen Dolch heraus und löſte in wenigen Minuten die Hülle, welche das Geheimniß umgab, ſie ſiel herab und der begierige Talkenſteiner erblickte eine ſorgſältig verſiegelte Rolle von fremdem Holz, in der Länge eines halben Fußes und von etwa 45 Zoll Breite. Haha, murmelte der Ritter,hieran ſchei⸗ tert von Neuem meine Erwartung, beim Satan, das Ding da iſt ſo feſt verſiegelt, daß es Anſtren⸗ gung koſtet, den Inhalt heraus zu kriegen, was mag hierinnen verborgen ſtecken! Wenn es wirk⸗ lich an eine hohe Perſon gerichtet wäre, wie der Gefangene behauptet doch was kann es mir ſchaden, wenn ich es für immer an mich behalte das geht nicht, der alte Einſiedler würde es im ſchlimmſten Falle beweiſen können, daß er mir es ubergeben habe. Er iſt ſomit der Einzige, welcher meine Pläne zerſtören könnte, der einzige Zeuge wäre es nicht beſſer, dieſer Zeuge verſtummte? Ich will ihn gefangen nehmen und unter dem Vor⸗ wande, mich beleidigt zu haben, hinter Schloß und Riegel bergen laſſen, und wenn er nur erſt in mei⸗ ner Gewalt iſt, dann ſoll ihm das Plaudern gewiß vergehen, er ſoll keine Gelegenheit finden, ſich ir⸗

end Jemandem mittheilen zu lönnen. Wahrhaſtig