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Der Gefangene ſchaute mit dem Ausdrucke ver⸗ zweifelnder Rathloſigkeit umher, ſeine Augen ruhten ₰ wieder auf ſeinem Sohne.
„Hilf mir, o Gott, aus dieſer Noth,“ ſtammelte er;„gieb du mir einen Wink, wos ich thun ſoll. Ich habe geſchworen, mich einer Sendung unter allen Umſtänden zu entledigen, und ich ſtehe nahe daran, entweder mein Kind zu morden oder zum WMeineidigen zu werden. O, mein Erich, mein ge⸗ licbter Sohn, wie ſchrecklich liegt in dieſem Augen⸗ blicke die Laſt der Empfindungen auf meiner gebeug⸗ ten Serle.“ ₰
„Mein Vater,“ ſagte der junge Erich, indem er ſich gegen den Bekümmerten wendete;„laßt Euch nicht abhalten wegen mir und meinem drohenden Schickſale, den gewohnten Pfad der Ehre und der Tugend auch unter dieſen Verhältniſſen zu verfolgen; ich werde in allen Stücken gehorſam ſein, und nichts ſoll mich abhalten, mich meinem geliebten Vater
ſolgſam zu beweiſen.“*.
Der Ritter von Talkenſtein ſtand verwundert den beiden Gefangenen gegenüber, eine ſolche Stand⸗ haftigkeit und Foſſung hatte er bieher noch bei
keinem ſeiner ihm zur Beute gewordenen Opfer wähigenemmen; dech dieſe Verwunderung wur


