Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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nicht frei machen wird, Ihr bleibt noch i meinen Händen und werdet nicht aus

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gange des Saales verweilt hatte und ein ſtummer Zeuge dieſer Unterredung geweſen war. Ich befehle, daß man ſofort den jüngeren

Begleiter dieſes Gefangenen herbeiführe, ſagte er.

Der Schließer entfernte ſich ſchnell, und es dauerte nicht lange, ſo erſchien er in Begleitung eines jungen Mannes von ausgezeichneter Schön⸗ heit, deſſen bleiches Geſicht jedoch den Eindruck der letzten kummervollen Zeit deutlich bewies.

Der unglückliche Vater richtete einen langen ſchmerzlichen Blick auf ſeinen geliebten Sohn und ein ſchwerer, tiefer Seufzer drang aus ſeiner be⸗ klommenen Bruſt. Der Gedanke an die große Gefahr, in welcher die Wohlfahrt des Lieblings ſeiner Seele ſchwebte, machte ihn erbeben.

Unterdeſſen wandte ſich der Talkenſteiner gegen den geängſtigten Vater.

Seht her, begann er,Ihr erblickt jetzt Euern Sohn noch geſund und wohl vor Euchz bedenkt aber, daß ein längeres Leugnen dieſe zarten Glieder

auf die Folter ſpannen und verzerren wird, ſodaß

ſie ſich kaum noch ähnlich bleiben werden. Bedenkt ferner, daß das bisherige Leugnen Euch dann

erauskommen. Avam Schwobe. 6. Lieferung 11