hald wieder von ſeiner Härte, von ſeinem Stolze verdrängt.
„Nun wohlan denn,“ ſagte er zu dem kaum
19jährigen Jünglinge,„wir wollen Deine Stand⸗ haftigkeit auf eine kleine Probe ſtellen, wovon Dein Vater Zeuge ſein mag; ich glaube nicht, daß Du dann noch ferner Deinen zur Schau getragenen Muth behaupten wirſt.“
Während er noch ſprach, trat ein Knecht ver ein, welcher den Mönch hatte foltern helfen, und meldete, daß derſelbe ohnmächtig geworden ſei.
„Dann ſei es für heute genug,“ ſagte der Talkenſteiner,„ſchleppt ihn nach ſeinem Kerker zu⸗ zurüͤck und nehmt ihn in den folgenden Tagen wieder vor. Jetzt führt dieſe Beiden hinab nach der Folterkammer, ich werde ſogleich folgen, um Zeuge zu ſein, wie die beiden Helden ihre Zſige erfüllen werden.“
Der ausgeſprochene Befehl wurde 8 voll⸗ zogen, und begleitet von den Leuten des Talkenſteins verließen Vater und Sohn den Saal und ſchritten der Folterkammer zu, erfüllt von den Gefühlen, die wir nicht zu beſchreiben verſuchen wollen.


