Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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ſeine Miene wurde freundlicher, und erzeigte ſich

in vieler Beziehung nachgiebiger. Barbara erhielt Befehl, in dem anſtoßenden Kämmerchen, welches kurz zuvor Eugenien zum Verſteck gedient hatte, eine Lagerſtätte aufzuſchlagen, was auch ſofort ge⸗ ſchah. Ja, der brummige Schenker war zuvorkom⸗ mend genug, bei dieſer Verrichtung ſelbſt Hand an⸗ zulegen.

Einige Zeit darauf ſchickten ſich die vier Per⸗ ſonen an, ſich für die Nacht zur Ruhe zu begeben. Wiedebach entſernte ſich zuerſt, und ſtieg auf einer elenden Treppe auf den Boden hinauf, wo er ſich in einen Haufen Heu einwühlte. Barbara zögerte auch nicht, ſich zu entfernen, und quartierte ſich in 3 einem Kämmerchen dicht neben der Treppe ein, wo ſie für gewöhnlich ſchlief.

Das Ehepaar war jetzt allein, ſie ſaßen noch immer in dem Wohnzimmer, welches nur noch durch das aufflackernde, dahinſterbende Kaminfeuer auf Augenblicke erleuchtet wurde.

Ich habe mich mit unbeſchreiblichem Verlangen nach dem Augenblicke geſehnt, mit Dir allein zu ſein, ſagte Eugenie, indem ſie ſich an den Gatten ſchmiegte.Ach Gott! wie iſt mir doch bisher ſo ngſt geweſen, doch ſage mir, kieber Jako ſteben Deine Angelegenheiten in Görlitz?