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Jakob Virling ließ einen tiefen Seufzer hören. „Sie ſind von der Art, daß ſie uns wenig Hoffnung auf eine günſtige Wendung unſers Schickſals blicken
laſſen,“ ſagte er,„man hat mich geächtet und als
einen Veräther verbannt; ich habe es aus zuver⸗ läſſigem Munde vernommen, daß man mir nach dem Leben trachtet und nach mir fahndet wie einem gemeinen Räuber.“
„Das iſt ſchrecklich!“ ſtöhnte Eugenie.„Ach! was ſoll das für Folgen haben?
„Ich ſehe ſie faſt voraus,“ ſagte der Fluchtling, „mein Schickſal, welches bereits kein beneidenswer⸗ thes iſt, kann ſich noch tragiſcher geſtalten,— ſobald es meinen Feinden gelingt, ſich meiner zu bemächti⸗ gen, werden ſie nicht eher ruhen, bis man mir den Kopf vor die Füße legt. Jedermann kennt die ſtrenge Juſtizpflege des Görlitzer Rathes, und um ſo mehr nürden ſie ſich beeilen, mir, ihrem Fhſe Feinde, en Garaus zu machen.“
Ein Geräuſch von außen unterbrach den Spre⸗ chenden;„mir deucht, als hätte ich Fußtritte in der Nähe des Fenſters vernommen,“ ſagte er leiſe zu Eugenie, die von neuem und heftig erſchrocken war.
„Wollte Gott, die Nacht wäre bald vorüber,“
flüßerte die Bebende,„es iſt nicht ſicher hier und ich erwarte das Aergſte in dieſer Behauſung, die


