Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Der Alte machte eine bekümmerte Miene.

Sein Loos iſt getrübt durch des Vaters

Schuld, flüſterte der Alte,er ſteht verlaſſen, elternlos und ohne Gönner, ohne Freunde auf der Welt.

Da faßte der Ritter des Knaben Hand.

Mein Sohn, ſagte er,würdeſt Du Dich entſchließen können, mich zu begleiten? Ich möchte an Dich meine Schuld bezahlen, was mir gegen Deine edle Mutter nicht möglich war, die mir die Freiheit gab und mir nebſt meinem Sohne das Leben rettete.

Komm mit mir, fuhr er fort,Du ſollſt an mir einen zweiten Vater haben und mein Ehrich

wird Dir ein liebender Bruder ſein.

Der Knabe ſah freundlich zu dem Sprechenden empor.

Ich würde Euch folgen, Herr Ritter, ſagte er,denn ich habe großes Vertrauen zu Euch; aber ich muß befürchten, daß Ihr dasjenige niemals ver⸗ geſſen werdet, was Euch mein Vater zugefügt hat.

Bei Gott, nein, ich will nicht mehr daran ge⸗ denken! verſetzte der Ritter,es ſoll vergeſſen und

vergeben ſein! Zudem wäre es das härteſte Un⸗

recht, wenn der Sohn des Vaters Schuld entgelten

ſollte. Nein, nein, das ſoll nimmer geſchehen. Du begleiteſt mich nach meiner Burg nach Böhmen hin⸗

auf, dort ſollſt Du es gut haben; ich will Dich in

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