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vielleicht eine feindliche Begegnung, bei Gott, dann würde ich nichts auszurichten vermögen.“
Noch war er mit ſeinem Selbſtgeſpräch nicht
fertig geworden, als fünf bis ſechs Reiter mit ge⸗ zückten Waffen auf ihn losgeſprengt kamen.
„Ergib Dich, Schurke oder wir durchbohren
Dich mit unſern guten Schwertern,“ brüllte der nächſte der auf ihn Losſtürmenden, indem er mit der Schnelligkeit des Blitzes heranſauſte.
Es dauerte nicht lange, ſo ſah ſich Hans Pflug von den Reitern umringt. Widerſtand war hier vergebens und jeder Gedanke an Flucht mußte un⸗ ter ſolchen Umſtänden als Wahnſinn gelten.
„Ei ſeht doch, trägt des Schurken Roß nicht
das Wappen des von Talkenſtein auf ſeiner Sat⸗
teldecke!“ rief einer von den Reitern.„Ha, ha, vielleicht haben wir einen wichtigen Fang gemacht
— einen Flüchtling— der ſich ohne Wiſſen des
geſtrengen Ritters zu entfernen wußte“
„O nein, meine Herren, ſo iſt es nicht ge⸗ meint,“ verſetzte Hans, indem ſeine Hoffnung ſich wieder zu ſtärken begann.„Ich habe meine Reiſe
frank und frei von Burg Talkenſtein begonnen und
durch die beſondere Gnade des geſtrengen Ritters dieſes Pferd erhalten, um deſto eher das Ziel zu er⸗ langen, welchem ich mit Sehnſucht entgegeneile.“


