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„Es iſt gut,“ ſagte der Ritter,„dieſen Punkt
will ich nicht bezweifeln, aber jetzt eine zweite Frage:
„habt Ihr außer jenem Päckſchen nichts weiter in der Nachlaſſenſchaft des Verſtorbenen gefunden?— Redet die Wahrheit, Mann,“ fügte er hinzu,„denn
die Lüge möchte Euch Schaden bringen.“
Der Klausner trat betroffen einige Schritte
zurück.„Was ſoll das,“ rief er verwundert,„welche Frage? Was ich fand, habe ich Euch überreicht, Herr Ritter, warum hätte ich Euch auch nur das
Mindeſte zurückhalten ſollen; hätte ich den Zurüc haltenden ſpielen wollen, dann konnte ich ja das⸗
jenige unterlaſſen, was ich aus freiem Antriebe von mir ſelbſt gethan habe.“
Der Ritter, welcher nun einmal zweifeln wollte, um deſto mehr Entſchuldigung für ſeine zu ergrei⸗ fende Willkür zeigen zu können, ſchüttelte ungläubig den Kopf.„Sprecht mir nicht davon, was Ihr gethan,“ ſagte er,„es handelt ſich gegenwärtig darum, was Ihr unterlaſſen habt, dieſen Punkt will ich genauer unterſuchen, darum geſteht willig ein, was Ihr für Euch bisher bewahrt hieltet, legt mir
ein volles Bekenntniß ab, wenn Ihr wrnſt daß wir Freunde bleiben ſollen.“
Der alte richtete die ſe


