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„So wären wir denn allein, frommer Vater,“ 6 ſagte der Talkenſteiner,„und, dieſe Gelegenheit be⸗ nutzend, will ich Euch gegenwärtig einige Fragen vorlegen, deren Beantwortung, wie ich hoffe, von Gurer Seite nicht hinter der Wahrheit zurückblei⸗ ben wird.“
„Ich werde mich nicht unterſtehen, Euch eine
Lüge zu ſagen, geſtrenger Herr Ritter,“ antwortete
Jobannes mit Ruhe.
„Oder mir etwas vorzuenthalten, was mich ſſen verlangt,“ fügte der Ritter raſch hinzu. ramit bin ich vollkommen einverſtanden,“ antwortete der Eremit,„ich werde Euch nach Kräf⸗ ten über alles Auſtlärung zu geben ſuchen, je nach⸗ — dem es mir nur immer möglich ſein wird.“
„Nun ſo hört mich an,“ begann der Talken⸗ ſteiner, indem er einen forſchenden Blick 8 den Alten richtete.
„Ihr habt mir vorhin geſagt, daß jener Knecht, der Euch das Päckſchen übergab, in Folge einer Wunde geſtorben ſei, iſt dies wirklich ſo, frommer Vaterg⸗
„Ganz beſtimmt,“ verſetzte der Klausner vom Fichtenberge,„ich habe dem Verſtorbenen mit mei⸗ nen eigenen Händen ein Grab gegraben und ihn nach higerzſihe beerdigt.“


