— 6—
vernommen und als der Burgherr endlich ſchwieg, ſagte er gelaſſen:„Ihr beſteht auf einer Sache, worauf ich gar nichts zu entgegnen vermag. Ich kann Euch durchaus nichts weiter über dieſen Fall eröffnen, als wie ich bisher gethan, habe und ich will dies damit zu beweiſen ſuchen, indem ich mich auf das Zeugniß des allwiſſenden Gottes berufe.“
„Dieſe Verſicherung kann mir unmöglich genug Bürgſchaft leiſten,“ ſagte der Talkenſteiner,“ und ich werde mich nicht um einen Strohhalm darum keh⸗
ren. Beweiſe, frommer Vater, Beweiſe verlange ich, und bevor Ihr die nicht ſchaffet, werdet Ihr die
Mauern meiner Burg nicht verlaſſen.“ „Ich begreife nicht, Herr Ritter, was Euch zu einem ſo hartnäckigen Entſchluſſe veranlaßt,“ ſagte
der alte Eremit,„da doch kein Grund zu Gewalt⸗
thätigkeiten gegen mich vorhanden iſt.“
„Kein Grund, ſagt Ihr?“ rief der Ritter,„alle Wetter, ich habe Grund genug, Euch bei Eurer Kutte feſtzuhalten, das glaubt mir nur immer, oder denkt Ir, ich wollte blos Kurzweil mit Euch trei⸗ ben, oho, dann irrt Ihr Euch gewaltig, alter Hahnz; Ihr bleibt auf Geſtändniß in meinem Schloſſe, wie ich ſchon vorhin geſagt habe, und werdet nicht eher heraus kommen, bis Ihr mir nicht alles geſtanden
und dasjenige herbeigeſchafft habt, was ich in Be⸗


