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volligen Zuſammenwohnen wollte ſie unter drei Monaten noch nichts wiſſen um allem laͤcher⸗ lichen Verdachte zuvorzukommen. Es war dies ſechs Wochen lang die ruͤhrendſte Freundſchaft von der Welt; nach Verlauf dieſer Zeit wur⸗ de ſie jedoch ihres Mannes dermaßen uͤberdruͤ⸗ ßig und das Verhältniß ihr ſo langweilig, daß ſie ihn auf einmal wieder verbannte. Ein Lieb⸗ haber, den ſie fruher hatte, mußte ſich als ihre Vereinbarung geſchloſſen wurde, auf ihren An⸗ trieb zuruͤckziehen. Er kam jetzt wieder: Ma⸗ dame folgte dabei ihrer Neigung; aber bald entfloh der Liebhaber freiwillig von neuem und ſie blieb die Fabel und das Geſpoͤtt aller Welt. Zwar warf ſie ſich nun den Leuten an den Hals um glaublich zu machen, ſie ſey nichts weniger als verlaſſen, aber man glaubte ihr nicht.“
„Der Prinz von Conti iſt geſtern geſtorben, nachdem er noch vorher ſeiner Frau die zaͤrtlich⸗ ſten Sachen von der Welt geſagt und ſie um Verzeihung gebeten hat, ſeinen Kammerdiener als Spion bei ihr gebraucht zu haben. Auch hat er der Madame Koch, ſeiner Maitreſſe,


