—
9
ter hier die Wahrhaftigteit unſerer Fuͤhrer zu pruͤfen brauchen; eine Sache uͤbrigens, die nie in Zweifel gezogen worden iſt. Vorzuͤg⸗ lich ſind es Mademoiſelle Aiſſé, die Herren Saint⸗Simon, Duͤclos, d'Argenſon und die Mutter des Regenten, welche uns die Hand bieten.
Von Ludwig XIV. Tode man
jene Licenz datiren, die, indem ſie daran ge⸗
woͤhnte dem Ehrwuͤrdigſten zu trotzen, das Empoͤrendſte als ganz natuͤrlich erſcheinen ließ. So ſehen wir die Verbindung einer prinzlichen Wittwe uͤber der entſeelten Huͤlle ihres Ge⸗ mahles in dem Augenblicke ſchließen, wo dieſen der Tod umfing und dieſe Ehe durch einen Car⸗ une heiligen; Frau von Boufflers den Hrn. von Luxembourg heirathen, mit wel⸗ chem ſie offentlich lebte und der ihre Liebſchaf⸗ ten beguͤnſtigte, obſchon er nie der Gegenſtand ihrer Neigung war; einen Miniſter, der, um ſeiner Schweſter, einer Canoniſſin, einen hohen Rang zu geben, einen vornehmen Herrn aus einem Irrenhauſe, wohin man ihn als ver⸗ ſtandesſchwach geſperrt hatte, nahm, ihn mit


