— von Genlis druͤckt ſich folgendermaßen uͤber ihn aus:„Der Baron hatte noch ein ſehr liebenswuͤrdiges Aeußere und machte viel Gluͤck bei den Frauen. Außerordentlich ungebildet und nicht im Stande nur ein leidliches Billet zu ſchreiben, beſaß er gerade nur ſoviel Geiſt als man dazu bedarf, um uͤber nichts plau⸗
dern zu koͤnnen. Man beſchuldigte ihn boshaft zu ſehn: in Geſellſchaften zeigte er Gutmuͤ⸗
thigkeit gegen Menſchen, die man nicht lächer⸗ lich machen konnte*).“ Da die Memoiren des Barons beweiſen, daß ihr Verfaſſer zu ſchreiben und mehr als nichts zu ſagen verſtand, ſo kommt Frau von Genlis dem Einwurfe, den man ihr hier machen könnte, zuvor und behauptet geradezu, daß dieſe Me⸗ moiren von Seguͤr ſind, indem ſie ſich ver⸗ pflichtet dies weiterhin in ihren eigenen Me⸗
*) Memoires P. II. p, 66. Selbſt wenn man an⸗ nimmt, daß der Graf von Seguͤr wie Fr. v. Genlis behauptet, Verfaſſer der unter Bezenvals Namen erſchienenen Memoiren iſt, ſo wird dadurch deren Gewißheit in Betreff der Thatſachen nicht umgeſtoßen, da der Graf mindeſtens eben ſo glaub⸗ wuͤrdig als der Baron iſt.


