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beinahe neunzigjaͤhrigen Vater beſuchen zu koͤn⸗ nen, der ſeine Kinder und Enkel noch einmal
vor ſeinem Ende um ſich ſehen wollte. Schon
hatte einer von ſeinen in Bordeaux wohnenden Soͤhnen ſich bei Lons⸗le⸗Saulnier, wo der Greis auf einem Landgute lebte, eingefunden. Es war das erſte Mal daß ſich die ganze Familie verſammelte. Man erwartete nur noch den Abbé, der in der Nacht abreiſen wollte und mit Entzuͤcken an das Vergnuͤgen dachte, das ihm bevorſtand und einen großen Werth dar⸗ auf legte, den Segen ſeines Vaters noch ein⸗ mal zu empfangen. Ich nahm Theil an ſei⸗ nem Gluͤck und wir trennten uns. Ohngefaͤhr drei Monate darauf begegnete ich ihm aber⸗
mals und begann mit ihm von ſeinem Vater
zu reden. Er erzaͤhlte mir, daß er ſo eben von Rom zuruckkaͤme, und daß ihm denſelben Abend, wo wir uns zum letzten Male ſahen, der Pa⸗ ter Provinzial, oder ſonſt einer der Matadore des Ordens, angekuͤndigt haͤtte, daß er ſogleich mit ihm nach Italien muͤſſe und daher nichts aus der Reiſe in die Franche-Comté werden toͤnne. Der Abbé hatte ſich in dies Opfer er⸗
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