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Ich brachte fruͤher drei Jahre meines Le⸗ bens im Collegium mit einem jungen Manne aus der Franche-Comté zu, der ſeitdem Mit⸗ glied dieſer Geſellſchaft geworden iſt. Ein lie⸗ benswuͤrdiger, ſanfter, offener Charakter und mehrere gute Eigenſchaften, machten ihn uns Allen werth, und daß er dieſe Eigenſchaften behalten hat, bezweifle ich nicht.— Er war ſehr fromm mitten unter uns, die wir es da⸗ mals nicht ſonderlich waren, ihn aber herz⸗ lich lieb hatten, da wir Alle ſeine Aufrichtig⸗ keit und Duldſamkeit kannten. Ueberraſcht hat es mich nicht, als ich hoͤrte daß er Mitglied jener Geſellſchaſt geworden iſt, und daß die Oberhaͤupter derſelben ihn ſchaͤtzen und ehren. Dieſe Herren kennen ihre Leute und ich wage es zu behaupten, daß ſie in Herrn von St. M. einen Mann beſitzen, der die Gabe Poſelyten zu machen, in einem hohen Grade hat. Zu Ende des vorigen Sommers begegnete ich ihm einmal: ſein Anſehn war heiter, ſein Mund lächelnd; er erzaͤhlte mir, daß er auf vierzehn Tage Urlaub erhalten haͤtte um ſeinen alten,


