Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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Mirabeau entgegnete ohne Verlegenheit, daß er dies ſchon gewagt haben möchte, wenn er früher gewußt hätte, daß er dort ſo willkommen ſein würde.

Mich dünkt, erwiederte Herr von Calonne, indem er ſich näher zu Mirabeau hinüberbeugte, ich hörte Sie mit Herrn Clavière eben von Ihren Schriften gegen die Disconto⸗Kaſſe und die ſpaniſche Bank reden? Stellen Sie ſich vor, Herr Graf, daß die Polizei ein Ver⸗ bot dagegen zu erlaſſen beabſichtigt.*) Daſſelbe wird wahrſcheinlich morgen ſchon zur Ausführung kommen, und ich habe zu meinem Bedauern nichts dagegen machen können.

Ich danke Eurer Excellenz dafür, entgegnete Mi⸗ rabeau. Es wird dadurch für die weitere Wirkſamkeit dieſer kleinen Schriften nur recht gnädig geſorgt ſein. Denn die verbotenen Früchte ſind es doch einmal, welche am beſten ſchmecken.

Thun ſie das? fragte Calonne mit einem leichten Anflug von Stirnrunzeln.

In dieſem Augenblick ſchien der Miniſter einen Ring zu bemerken, deſſen eigenthümlich funkelndes Ge⸗ ſtein an Mirabeau's Finger ſpielte. Er heftete ſeine Blicke mit ſteigender Aufmerkſamkeit auf den Stein, und ſchien, obwohl das Gegenüber zu weit war, die in demſelben eingegrabenen Züge erforſchen zu wollen. Unwillkürlich zog Mirabeau jetzt mit einer haſtigen Bewegung die Hand unter den Tiſch, und ſah einen Augenblick lang mit ſichtlicher Betroffenheit vor ſich nieder.

Der Miniſter wurde jedoch in dieſem Augenblick durch ſeinen Nachbar, den General von Lafayette, der ſich mit einer Bemerkung an ihn wandte, von der

²) Peuchet II. 377.