Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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lich vor, als ob er auch noch Hörner hätte, die ſo weit aus ſeinem Kopf herauswachſen, daß ſie ihm die Ohren ſchon faſt bedecken, und ich mich darnm auch getröſte, Herr von Calonne werde nicht im Stande geweſen ſein, etwas von unſerm Geſpräch zu verneh⸗ men. Aber es geſchieht ihm Recht, warum benimmt er ſich ſo zweideutig gegen mich, daß er mich erſt zu meinen Finanzbrochüren veranlaßt, und ſie mir daun auf dieſe infame Weiſe zunichtmachen und verbieten läßt?

Ich bewundere Dich, daß Du nicht ſofort einſiehſt, warum dies Verbot geſchehen ſoll? entgegnete Clavière gereizt. Der Miniſter bezweckt zweierlei damit, und ich habe ſelbſt dazu gerathen. Einmal ſoll die Börſe nicht denken, daß der Kampf gegen die Agiotage, den Du ſo wirkungsreich unternommen, mit ſeiner Billi⸗ gung und vielleicht ſogar unter ſeinem Einfluß geführt wird. Denn er hat Urſachen, ſich die Stimmung der Börſe geneigt zu erhalten. Dann aber glaubt er, daß Deine trefflichen Brochüren noch weit mehr bei dem Publikum einſchlagen und zünden werden, wenn ihnen noch der Reiz einer der Regierung mißfälligen Schrift nachgeſendet wird.

In dieſem Augenblick war die Einſammlung der Beiträge, die ſeit einiger Zeit an der Tafel für die Zwecke der Geſellſchaft begonnen hatte, bis zu Mira⸗ beau gelangt, der raſch, und nicht ohne einige Oſten⸗ tation, ſeine ganze ziemlich ſtark angefüllte Börſe auf den Teller warf und durch den hellen Klang die Auf⸗ merkſamkeit des ihm gegenüberſitzenden Finanzminiſters auf ſich lenkte.

Dieſer fragte ihn über den Tiſch herüber mit freundlichem Zunicken, wie es ihm ergangen ſei, und machte ihm verbindliche Vorwürfe, daß er ſich im Hötel des Finanzminiſteriums ſo lange nicht habe

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