Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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der volksfeindliche Einfluß, der ſich in unſere Verfaſ⸗ ſungszuſtände eindrängen wollte, dem König von Frank⸗ reich und dem franzöſiſchen Miniſter Herrn von Ver⸗ gennes zuzuſchreiben geweſen. In der Nacht, in ver wir flüchtig die Thore Genfs hinter uns ließen, ſchwu⸗ ren wir einen fürchterlichen Eid, daß wir die Revolu⸗ tion einſt in den Schooß Frankreichs ſelbſt hinabtragen wollten. Durch dieſen Eid ſind wir Genfer Demo⸗ kraten Eure Mitbürger geworden, Graf Mirabeau, denn wir haben dieſelbe patriotiſche Arbeit miteinander zu theilen.*)

Wir ſind Landsleute und Blutsverwandte im Reich der Freiheit, Etienne Clavière! rief Mirabeau mit mächtig aufleuchtenden Angen, indem er den Genfer herzlich nmarmte. Was den Herrn von Vergennes anbetrifft, ſo war er damals derjenige franzöſiſche Staatsmann, der die richtigſte Witterung von der ganzen Situation hatte, und der ſchon damals die Befürchtung ausſprach, daß die Kämpfe in Genf der Anfang zur Revolutionnirung von ganz Europa ſein würden! Er war es deshalb, der dazu trieb, die Volks⸗ partei in Genf mit bewaffneter Hand unterdrücken zu helfen, und ich glaubte darum gerade an ihn mein damaliges Mémoire in der Genfer Sache richten zu müſſen. Ich ſetzte ihm darin auseinander, wie es gerade die Aufgabe Frankreichs ſein müſſe, ſich Genf's anzunehmen, und die Parteien dieſer Republik zu ver⸗ ſöhnen, denn Frankreich, das ſoeben als Befreier Ame⸗ rika's aufgetreten, lönne nicht gleichzeitig der Unter⸗ drücker Genf's ſein! Ein ſolcher Wechſel der Rollen würde Frankreich in der öffentlichen Meinung Europa's herabſetzen und ſchwächen. Ich war der Erſte, der in dieſem Mémoire darauf hindeutete, von welcher Wich⸗

*) Soulavie Mémoires historiques et politiques. V. 251.