Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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durch eine Betriebſamkeit ohne Gleichen die Cultur der kleinen Republik zur höchſten Blüthe gefördert! Eure Uhren, die durch ganz Europa geführt werden und den Sieg Eurer preiswürdigen Induſtrie überall ver⸗ breiten, ſollen allen Völkern nicht umſonſt die rechte Zeit verkündigen. Die Genfer Uhren, die ſchon in allen Ländern Europa's ſchlagen, werden zugleich an⸗ ſagen, daß die rechte Zeit, die kommen muß, die Zeit der Freiheit ſein wird! Schon unſer großer Voltaire ſchwärmte für Eure Uhren⸗Induſtrie und ertheilte der⸗ ſelben in ſeinem Ferney die Weihe des freien Geiſtes. Und ſeid Ihr nicht einer der erſten modernen Staaten geweſen, die, ſchon ſeit dem elften Jahrhundert, darin vorangegangen, Adel, Fürſt und Prieſter aus ihrem Schvoß zu vertreiben und die Freiheit in der Begrün⸗ dung der Volksherrſchaft zu erſtreben? Freilich habt Ihr ſeitdem Euer Leben nur in Umwälzungen und Erſchütterungen zugebracht. Eine Revolution nach der anderen habt Ihr gemacht, Ihr tapferen Genfer. Dieſes ganze Jahrhundert war ein fortwährender Kampf bei Euch zwiſchen Adel und Volk, zwiſchen Demokratie und Feudalismus, und dies Beiſpiel ging von Eurem herrlichen See aus erwecklich durch alle europäiſchen Länder. Die politiſchen Schriften und Flugblätter, die aus dieſen Euren Kämpfen von Genf her aufflogen, wetteiferten mit den Werken unſeres Montesquien, unſeres Mably, unſeres Voltaire, um in Frankreich und Europa den Nationalgeiſt zu bearbeiten, dem Ge⸗ nius des Volkes einen neuen Schwung zu geben, die alten monarchiſchen Sitten zu untergraben, und die Demokratie über den Horizont der Völker heraufzu⸗ führen. Ja, von Genf aus hat der revolutionnaire Hahn zuerſt durch Europa gekräht, und wie lange kann es noch dauern, ſo wird in Frankreich Alles, was krähen und ſich bewegen kann, darauf antworten,