lich ſichern Takt bewies, war in einigen Minuten vollbracht, und Henriette erfreute ſich mit ſichtlichem Wohlgefallen des ungemein zierlichen und modiſch ele⸗ ganten Exemplars, welches ſie an der Stelle ihres großen Pariſer Hutes eintauſchte und ihrem Kopfe anpaſſend fand.
Mirabeau, mit welchem der Miniſter anſcheinend zu ſprechen vermied, hatte ſich inzwiſchen, ohne daß es der Miniſter gewahr wurde, beeilt, am Comtoir die Rechnung für den ausgeſuchten und von Pitt noch prüfend in Angenſchein genommenen Hut ſogleich zu berichtigen. Als Frau von Nehra jetzt ihre Zufrieden⸗ heit mit dem neuen Modeſtück ſchließlich zu erkennen gab, ſah ſich der Miniſter in ſeiner Anordnung, wo⸗ nach die Rechnung in ſein Hötel geſchickt werden ſollte, auf eine ihn unangenehm berührende Weiſe gekrenzt. Mit einiger Verſtimmung in ſeinem Geſicht lud er ein, den Rückweg zum Wagen anzutreten⸗
Mirabeau bat jedoch um die Erlaubniß, jetzt eines der nahebei haltenden öffentlichen Fuhrwerke beſteigen zu dürfen, weil ſeine Wohnung, wenn auch nicht mehr entfernt, doch zu ſehr in einer dem Miniſter⸗Hötel entgegengeſetzten Richtung abliege, um nicht einen Miß⸗ brauch der ihm bewieſenen Güte befürchten zu müſſen.
Pitt warf ihm einen kalten forſchenden Blick zu, und willigte dann mit einer leichten Verneigung ein. Man trennte ſich in einer zuletzt ſehr bemerklich ge⸗ wordenen gegenſeitigen Mißſtimmung.—
In ſeine Wohnung zurückgekehrt, warf ſich Mi⸗ rabeau mit ausbrechendem Unmuth auf den Sopha, und erging ſich plötzlich in heftigen Klagen und Ver⸗
„wünſchungen über ſein Mißgeſchick, das ihn überall verfolge.
Henriette war zu ihm herangetreten, und legte ihre Hand wie begütigend auf ſeine heiße, gedanken⸗
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