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als hätte er es für ein Naturgeſetz angeſehen, daß, wenn England groß und mächtig ſein ſollte, Frank⸗ reich zu Boden geſchlagen und vernichtet werden müßte. Wir nähern uns aber jetzt einer neuen Epoche der Völker, wo alle Staaten, die frei, ehrlich und lebens⸗ kräftig ſind, auf gleicher Stufe und in inniger Ver⸗ brüderung neben einander werden beſtehen können. Wir werden aber Frankreich ſelbſt mit Gewalt einſt zwingen müſſen, frei und glücklich zu ſein, und wer ihm dieſe Gewalt anthut, auf welche Weiſe es auch ſei, wird ſein Wohlthäter werden. Ja, Eure Herr⸗ lichkeit, England hat eine ſchönere Miſſion an Frank⸗ reich auszuüben, als es zu haſſen. Wir wollen Frank⸗ reich angreifen pfen, bis auf's Aeußerſte, und das freie e England bietet dazu den günſtigſten Punkt dar, von dem aus es geſchehen könnte. Aber der Kampf gegen Frankreich ſoll ein prineipielles Ziel haben, er ſoll das franzöſiſche Königthum zur Beſinnung bringen helfen, und es in die Nothwen⸗ digkeit treiben, zur Abwendung äußerer Gefahren ſich auf die Freigebung der innern Volkskraft, ja auf die Freiheit ſelbſt, zu ſtützen. In dieſem Gedanken bin ich, wie ich ſchon geſtern Eurer Herrlichkeit anzudeuten wagte, nach London gekommen, und wäre glücklich, wenn das Miniſterium Pitt es mit ſeiner Politik ver⸗ einbar fände, die Dienſte Mirabeau's zu gebrauchen.—
Ein feines Lächeln ſchwebte in dieſem Augenblick um Pitt's Lippen, und der Miniſter, vor ſich nieder⸗ blickend, ſchien ſich in einem ironiſchen Schweigen zu wiegen, das aber zugleich den Ausdruck einer gewiſſen freundſeligen Verbindlichkeit anzunehmen wußte. Sein ſcharfgezeichnetes Geſicht, das leicht einen harten und abſtoßenden Charakter haben konnte, war jetzt von einer geiſtigen Anmuth überflogen, die ſeiner kalten


