Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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Wohnung eingeſchlagen, da der Miniſter darauf be⸗ ſtand, ſeine Schützlinge nach Hauſe fahren zu wollen. Es war nur der Pöbel, bemerkte William Pitt wiederholt, der dieſe Ungebührlichkeit gegen ehrenwerthe Fremde ſich zu Schulden kommen ließ. Das engliſche Volk dürfen Sie danach nicht beurtheilen, Herr Graf. Unſer Volk iſt gut, ehrlich, reſpectvoll, und trägt die ſtraffen Zügel, die ihm eine feſte parlamentariſche Re⸗ gierung und ein großes nationales Königthum auf⸗ erlegt, mit eben ſo viel Würde als Gehorſam. An muthwilligem Pöbel aber fehlt es Ihnen in Paris auch nicht, und die heutige Scene, die allerdings die Straßen von London verunehrt hat, würde doch auch in Ihrem Paris, behaupte ich, möglich geweſen ſein.

Der Pöbel iſt allerdings überall derſelbe, wie auch die Ariſtokratie überall dieſelbe iſt, entgegnete Mira⸗ beau. Man könnte auch hieraus erſehen, daß dieſe beiden excluſiven Sphären der Geſellſchaft, Pöbel und Ariſtokratie, im Grunde ganz dieſelbe Stellung zur Nation einnehmen und in vielem Betracht Eins und daſſelbe ſind.

Pitt biß ſich bei dieſer Aeußerung mit einer hefti⸗ gen Zuckung auf die Unterlippe, ließ aber ſchnell wie⸗ der den freundlichen und ſogar beſcheidenen Ausdruck, der ihm bisher eigen geweſen, auf ſein Geſicht zurück⸗ kehren.

In unſerm Lande iſt die Wiſtokratie noch ſehr vom Pöbel verſchieden, entgegnete er mit einem ſchein⸗ bar milden Lächeln, aber zugkeich mit einem ſtechenden Seitenblick ſeiner großen, in einer wunderbaren Ruhe glänzenden Augen. In andern Nachbarländern mag die Ariſtokratie bereits an einer pöbelhaften Auflöſung von Staat und Nation arbeiten, wir kennen das hier glücklicher Weiſe nicht. Wir ſind hier noch altmodiſch, wir haben Geſetze, die für Alle ausreichen, und wir

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