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ihm Mirabeau ſeinen erſten Beſuch gemacht hatte, um demſelben ein Schreiben des Grafen d'Entraigues, welches er aus Paris mitgebracht, zu überreichen. Mirabeau zögerte nicht, dies Anerbieten anzuneh⸗ men, und nachdem er eiligſt in das Caféhaus zurück⸗ getreten, um Frau von Nehra abzuholen, begab er ſich mit derſelben zu dem Wagen des Miniſters, der es mit der im Privatleben ihm eigenen Liebenswürdigkeit nicht anders zuließ, als daß ſeine von ihm eingelade⸗ nen Gäſte die Ehrenplätze ihm gegenüber einnahmen. William Pitt, der ſeit Kurzem an der Spitze des engliſchen Miniſteriums ſtand, obwohl er erſt in ſei⸗ nem fünfundzwanzigſten Jahre ſich befand, erſchien nur im Staatsamte und in den Geſchäften alt, über⸗ reif, und mit jener feierlichen und durchdringenden Kälte, die ſeine Gegner oft ſchon vor dem Kampf mit ihm niederwarf. Im Umgange trat oft alle Friſche und Lebhaftigkeit der Ingend an ihm hervor, und die feingeſchnittenen, die Fülle des Redetalents verra⸗ thenden Lippen umſpielte dann ein einnehmendes Lä⸗ cheln, welches den ſtrengen und unerbittlichen Denk⸗ falten, die auf ſeiner hohen Stirn thronten, gewiſſer⸗ maßen ſiegreich entgegenzutreten ſchien. 4 Mirabeau ſchien bezaubert, heut dieſe Wahrneh⸗ mung zu machen, während er bei dem geſtrigen Beſuch, auf den er eigentlich manche Hoffnung geſetzt hatte, nur dem kalten, jedes Wort abwägenden, mit mathe⸗ matiſcher Genauigkeit ihn behandelnden Staatsmann begegnet war. Pitt bemühte ſich jetzt namentlich um Frau von Nehra mit einer gemüthlichen Angelegentlich⸗ keit, und obwohl Henriette ihre liebenswürdige Heiterkeit und gute Laune keinen Augenblick verloren hatte, ſo glaubte er ſie doch wegen der unangenehmen Scene wiederholt tröſten und beruhigen zu müſſen. Der Wagen hatte die Richtung nach Mirabeau's
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