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freudiges Zunicken beiſtimmend, nahe vor ihn hin, um ſich von ihm betrachten zu laſſen und ſich ſeiner Be⸗ fehle gewärtig zu zeigen.
Nun komm, ſagte er, ihr die Hände küſſend und ſie lange anblickend. Unter ſeinen Blicken ſchien ihre Schönheit und Anmuth von Neuem friſcher zu er⸗ blühen, und ihre Wangen bedeckten ſich mit einer lieb⸗ lichen Röthe. Sie hing ſich an ſeinen Arm, und ſchien bald ihrer Kräfte von Neuem gewiß geworden zu ſein.
Der Spaziergang erſtreckte ſich zuerſt durch einige Hauptſtraßen Londons, über deren Treiben und Cha⸗ rakter Mirabeau ſeine Bewunderung in lebhafteſter Weiſe ausdrückte, während Henriette eine Vergleichung mit Paris und Amſterdam verſuchte.
Mir wird hier außerordentlich wohl zu Muthe, ſagte Mirabeau, denn überall, wo mein Auge hinblickt, treffen ſie auf wohlbehäbige, reinliche und menſchen⸗ würdige Zuſtände. Man hat hier ſogleich auf der Straße die erhebende Empfindung, daß man ſich in einem Lande befindet, in welchem das Volk Etwas bedeutet, und daß hier jeder Menſch die freie Entwick⸗ lung und Ausübung ſeiner Fähigkeiten genießt. Sieh nur allein die herrlichen Trottoirs an, auf denen wir hier ſo gemächlich und unbehindert einher ſpazieren, und die uns beweiſen, daß man ſich in dieſem Lande auch mit den Leuten beſchäftigt, die zu Fuße gehen. Dann durchfliege mit Deinen Blicken ſtaunend dieſe ungeheuren Räume, die größer ſind, als irgend eine Stadt der akten Welt ſie aufzuweiſen hatte. Es iſt wahr, auch London beſteht, wie jede andere große Stadt, aus dieſem rechts und links ſich hinbreitenden Gewinde von engen und breiten Straßen, und iſt nicht mehr und nicht weniger, wie Paris oder Babylon, dieſe infame Kloake der menſchlichen Zuſtände, in der


