Außerdem würde es doch die größte Genugthuung für uns ſein, dieſe vielbedeutſame Katze des Helvétius, in der gewiß einer der Urdämonen ſteckt, mit dem lie⸗ benswürdigen Herzog von Chartres zuſammen in die Luft zu ſchicken. Sie, die das neue Syſtem des Jahr⸗ hunderts hat entſtehen ſehn und vielleicht erſchaffen helfen, würde das intereſſanteſte vis-àvis für einen Prinzen ſein, der uns den Sündengipfel einer alten, von uns verworfenen Zeit in erſtaunlicher Größe darſtellt.
Sehr raffinirt und ſehr paradox, wie immer, aber auch nicht übel, wie immer! erwiderte Madame Hel⸗ vetius. Nun, meinetwegen, Tamtam ſoll Euch mit Vergnügen zu Dienſten ſtehen, Herr Montgolfier. Ich werde Auftrag geben, Euch die ſchwarze Reiſegefährtin ſogleich herbeirufen zu laſſen.
In dieſem Augenblick hörte man ein leiſes Knarren an der einen, nach Hof und Garten hinausgehenden Flügelthür des Salons. Dieſelbe war nicht eingeklinkt geweſen und öffnete ſich jett wie von ſelbſt zu einer Spalte, durch welche eine große ſchwarze Katze herein⸗ trat. Ihr Erſcheinen in dieſem Moment brachte eine unwillkürliche Ueberraſchung bei den Anweſenden her⸗ vor, von der auch Madame Helvétius ſich ſo betroffen fühlte, daß ſie die Katze ungehindert durch den Salon auf ſich zuſchreiten ließ.
Die Katze ſetzte ſich wie hülfeflehend zu den Füßen ihrer Herrin nieder und ſchmiegte ſich an den Kleidern derſelben feſt, indem ſie mit pathetiſchem Schnurren ihren langen Schweif emporringelte.
Fort mit Dir, alte Tamtam! rief Madame Hel⸗ vétius zürnend. Du biſt wieder ſo zudringlich, weil Du auf Deine Vergangenheit trotzen zu können glaubſt.
Der Salon hatte ſich aber plötzlich noch mit einer Menge anderer Thiere gefüllt, welche durch die offen


