Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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hereingeflattert. Es iſt meine Familie, die zu mir gehört, ich kenne und liebe jedes einzelne darunter, und keines möchte ich zum Experiment ſür den Herzog von Chartres hergeben. Ihr ſeht auch, die ganze Volière draußen iſt leer.

In dem faſt heftigen Eifer, der ſie ergriffen, ſtieß Madame Helvétius einen Fenſterflügel auf, der nach dem Hof hinausging, und man erblickte dort das große und prächtige Vogelhaus, welches in der Mitte des Hofes aufgebaut war, und deſſen Thurm und Drahtfenſter ſich ſämmtlich und nach allen Seiten hin geöffnet zeigten.

Montgolfier ſchwieg erröthend und gab durch eine Verbengung zu erkennen, daß er alsdann auf dieſen Wunſch verzichten werde. Graf Mirabeau aber näherte ſich ihm, indem er ihm frenndlich auf die Schulter klopfte und mit der vornehmen Miene eines Beſchützers zu ihm ſagte: Vielleicht kann ich Ihnen einigermaßen aus der Verlegenheit helfen, Herr Montgolfier. Unſere Freundin, Madame Helvétins, hat ein zu empfind⸗ ſames Herz für ihre Thiere, auch fürchtet ſie ohne Zweifel eine ſittliche und phyſiſche Anſteckung derſelben, wenn ſie in der Geſellſchaft des Herzogs von Chartres auch nur einige Minuten zubringen ſollen. Aber ich habe einen Hund, Miß Sarah genannt, an den mich zwar auch eine ſchon lange beſtehende Neigung feſſelt, der mich aber ſeit einiger Zeit durch tauſend Unarten ärgert, die ich ihm nicht wieder abgewöhnen kann. Ich habe ihm daher ſchon lange eine außerordentliche Strafe zugedacht, und Miß Sarah kann dieſelbe jetzt am beſten in Empfang nehmen, indem ich ſie zur Ge⸗ ſellſchaft eines Prinzen des königlichen Hauſes, wie der Herzog von Chartres iſt, verurtheile. Ich bin auch begierig zu ſehn, welchen Einfluß nicht die obere Luft⸗ atmoſphäre, ſondern die vertraute Nähe eines ſo hohen