Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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wänden nicht mehr aushalten zu können. Ich dachte es mir ſchön, Soldat zu ſein in dem Kampfe, in dem die neue Welt das Joch der alten abſchütteln wollte, und ich ſchrieb an den Grafen von Mahrepas, daß man mir die Erlaubniß geben möchte, nach Amerika zu ziehen und Kriegsdienſte zu nehmen. Ich verſprach, dort am liebſten ſterben zu wollen, und bat zugleich im Namen der Geſellſchaft, zwiſchen einen unnatürlich erzürnten Vater und ſeinen Sohn die verſöhnende Weite des Meeres treten zu laſſen. Aber meine Kla⸗ gen und Bitten verhallten unerhört, wie ſo viele an⸗ dere, und ich blieb einſam in meinem Kerker zurück. Da faßte ich in bangen Nächten Entſchlüſſe, die über mein ganzes Leben reichen werden, und ich nahm mir vor, einſt für Frankreich zu kämpfen, wie ich es in Amerika gewollt hatte. Ich dachte an Montesquien, an Voltaire, an Mably, an Rouſſcan, die den Fran⸗ zoſen das Licht geſchaffen haben, und ich gelobte mir, den Franzoſen die Bewegung zu ſchaffen, und damit das Werk jener großen Geißer zu ſeiner letzten Aus⸗ führung zu bringen.*)

Franklin hatte ſich bei dieſen Worten von ſeinem Sitz erhoben und ſtand, auf ſeinen Stock geſtützt, den er niemals aus der Hand zu legen pflegte, in einer nachdenklich zuhörenden Stellung da. Nachdem Mi⸗ rabeau geendet, betrachtete er ihn lange mit ernſten, durchdringenden Blicken und ſchien ſein ganzes Aus⸗ ſehen in allen Einzelnheiten zu muſtern. Die gewal⸗ tige Stirn Mirabeau's glühte noch von den Gedanken, denen er ſo eben in leidenſchaftlicher Erregung Worte gegeben hatte, und in ſeinen Haaren, die ſich flatternd

0) Montigny Mémoires sur Mirabenu II. 267. Peuchet Mémoires sur Mirabeau II. 295. Cadet de Gassicourt Essai sur la Vie de Mirabenu.(Oeuyres de Mirabenn Vl. MRII.)