Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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gewordenen Amerikaner unter dieſen Küſſen ſtillhielt, die mehr waren als eine bloße Depeſche, die von Paris nach Amerika zu befördern geweſen wäre.*)

Und was machte der Hof für Geſichter dazu? fragte Chamfort mit dem beißenden Anflug, den alle ſeine Bemerkungen hatten. Man ſagt, daß Gräfin Diana darüber eine ſtarke Zurechtweiſung von dem König empfing. Oder vielmehr ſoll er ihr ein ge⸗ wiſſes, zum Nachtgebrauch beſtimmtes Gefäß zum Geſchenk überſandt haben, welches er für die ſchöne, enthuſiaſtiſche Gräfin auf der Porzellan Manufactur zu Sévres beſonders anfertigen ließ. Auf dem Boden dieſes intereſſanten Gefäßes aber befand ſich Euer Medaillon angebracht, und auch die berühmte latei⸗ niſche Inſchrift darunter, die einſt unſer dAlembert auf Euch gedichtet, fehlte nicht:

Er entriß dem Himmel den Blitz, den Tyrannen das Scepter.**)

Die Geſchichte ſoll ſich in der That ſo zugetragen haben, erwiderte Benjamin Franklin, aus vollem Halſe lachend, indem er ſich, wie dies in ſeiner beſtändigen Gewohnheit lag, vergnügt die Hände rieb. Dann pflegte er auch die Worte: ca ira! ca ira! hinzuzu⸗ fügen, mit denen er gern ſeine Sätze ſchloß, auch wo es nicht gerade der Sinn ſeiner Aeußerungen zu er⸗ fordern ſchien.

Oa ira? wiederholte Chamfort. Wollt Ihr damit die Abſicht Seiner Majeſtät bekräftigen, die Euern Kopf in ein ſo zartes Verhältniß zur Gräfin Diana rückte, und Euch, dem berühmten Phyſiker, der die Erfindung

des Blitzableiters gemacht, die Kraſt zutraute, auch Mémoires de Madame Campan I. 233.

)Pripuit coelo fulmen Sccptrumqne tyrannis. Vgl. Condorcet Mémoires I. 166.