Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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Welch ein Glück iſt es überhaupt für mich, daß Ihr es Alle ſo gut mit mir meint. Selbſt unſer Freund Condorcet, der in ſeiner hohen Ruhe ſonſt wie ein prachtvoller Eispalaſt mir gegenüberſteht, hat mir einen warmen Hauch aus ſeiner heimlich liebenden Seele heraufgeſchickt. Aber nun ſprechen wir von etwas Au⸗ derem. Doktor Franklin iſt mir noch einen Bericht über ſeine letzten Triumphe in Paris ſchuldig. Denn daß die Pariſer in dieſem Augenblick von der ameri⸗ kaniſchen Freiheit wie berauſcht ſind, und ſich dabei ſelbſt wie neue Menſchen zu gebärden anfangen, das haben ſie nur der hinreißenden Perſönlichkeit Benjamin Franklins zu danken!

Es iſt mir allerdings wieder recht gut in dieſem wunderbaren Paris ergangen! entgegnete Franklin, indem er ſich behaglich und ſchmunzelnd in ſeinem Seſſel ausſtreckte. Die Damen von Paris gaben mir geſtern ein Feſt im Stadthauſe, welches das glänzendſte und rührendſte war, dem ich bisher beigewohnt habe. Nachdem ich mich wie ein Seliger im Paradieſe Ma⸗ homets befunden hatte, wurde endlich aus dreihundert Damen die anerkannt ſchönſte auserwählt, welche den Antheil der franzöſiſchen Frauen an der errungenen Freiheit Amerika's zu erkennen geben ſollte. Es war die Gräfin Diana von Polignac, eine der geiſtreichſten Damen des Hofes, die jetzt mit einem Lorbeerkranz auf mich zutrat, und ſich nicht nur damit begnügte, mir denſelben auf meine weißen Locken zu drücken, ſondern auch noch zwei Küſſe auf meine Wangen hin⸗ zufügte, hier auf die rechte einen und hier auf die linke einen, während die ganze Verſammlung feierlich und athemlos auf den herrlichen Klang dieſer Küſſe lanſchte. So hatte es das Feſtprogramm vorgeſchrieben, und Ihr könnt Euch denken, mit welcher Andacht ich in meiner Eigenſchaft als Abgeſandter der unabhängig