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mit den auffallendſten und koketteſten Bemühungen um ihn hervortraten.
Madame Helvétins ſah ihn jedoch mit ihren ſchönen, ſeelenvollen Augen ſo lange an, bis ſich Franklin über⸗ zeugen mußte, daß er im Herzen ſeiner Freundin noch immer den alten feſten Platz einnahm. Sie hatte ſich beeifert, ihm ſelbſt den Hut abzunehmen, und ihm das lederne Käppchen, das er beſtändig zu tragen pflegte, unter ſchmeichleriſchen Liebkoſungen auf dem Kopf zu⸗ rechtzurücken. Dann geleitete ſie ihn zu einem präch⸗ tigen Lehnſeſſel am Kamin, der vorzugsweiſe zu ſeinem feſtlichen Empfang beſtimmt zu ſein ſchien, denn ſeine Lehne war mit friſchen Roſen und Lorbeerkränzen umhangen.
Franklin war ein ſchöner Greis, von einer Regel⸗ mäßigkeit und Reinheit der Phyſiognomie, wie man ſie ſelten erblickte, und die zugleich von der wunder⸗ barſten natürlichen Friſche und Heiterkeit durchzogen war. Die Einfachheit, in der er ſich darſtellte, war von einer ſo rührenden Erhabenheit, daß ſie bei ſeinem Anblick Thränen in die Augen zu locken vermochte. Der anziehende plaſtiſche Ausdruck ſeines Kopfes wurde nur durch die großen Brillengläſer, die Franklin nie⸗ mals ablegte, einigermaßen in ſeiner Harmonie geſtört. Doch vermehrte die Brille zugleich auf eine abſonder⸗ liche Weiſe den Ausdruck der ſinnigen Nachdenklichkeit, welche den edlen Greis charakteriſirte.
Kaum iſt mir irgendwo in der Welt ſo wohl, wie hier in Auteuil, bei Euch, meine theure Freundin Eliſe! nahm Franklin das Wort, indem er ſich mit Behagen umſchante. Hier iſt Frieden, Heiterkeit und Freiheit, und fürwahr, wenn ich nicht wieder nach Philadelphia müßte, wo die Staatsgeſchäfte des wiedergeborenen Vaterlandes mich verlangen, ſo möchte ich gern hier in Auteuil bleiben, und in der Idylle der Madame


