etwas gewaltſam von ſich zurückwies, um auch Con⸗ dorcet und Mirabeau ihren verbindlichen und lieblichen Gruß zu ſpenden.
Es ſcheint, daß ich bei meiner alten Freundin Eliſe nicht mehr ſo willkommen bin, als ſonſt, ſagte Franklin lachend, indem die Geſellſchaft in den Salon eintrat. Ich darf nicht einmal zur Feier des Wieder⸗ ſehens zwei Minuten lang an ihrem Herzen ruhn, ohne gewaltſam zurückgeſtoßen zu werden. Am Ende muß ich auch noch um Entſchuldigung bitten, daß ich in meinem amerikaniſchen Bauernkittel zum Diner ge⸗ kommen bin, aber da der Hof von Verſailles mich in dieſer Tracht, die nun einmal zu mir gehört, empfan⸗ gen hat, ſo hoffte ich auch bei Madame Helvétius in Auteuil darin willkommen zu ſein.
Franklin deutete dabei mit einiger Selbſtgefälligkeit auf das Koſtüm, in dem er erſchienen war, und in welchem er überall in Paris aufzutreten pflegte. Es beſtand aus ſeinem einfachen braunen Tuchrock, der in der Pariſer Geſellſchaft bereits eine gewiſſe Berühmt⸗ heit erlangt hatte, und zu dem die glatt anliegenden ſilberweißen Haare, die keinen Puder in ſich aufge⸗ nommen hatten, nebſt dem runden, breitkrämpigen Filzhut, den eigenthümlichſten Ausdruck hinzufügten. Es war dies die Tracht eines amerikaniſchen Pflanzers, die in den Salons von Paris plötzlich ein ganz neues und fremdartiges Bild hingezeichnet hatte und nament⸗ lich am Hofe einen wunderähnlichen Contraſt zu den geſtickten und goldſchimmernden Kleidern, wie zu den gepuderten und von Salben duftenden Coiffüren der Hofleute abgab. Es war dies aber eine Neuheit, die außerordentlich viel Glück machte und namentlich einen ſeltſamen Reiz den Pariſer Damen gewährte, die über⸗ haupt bei den glänzenden Feſten, welche man dem amerikaniſchen Philoſophen und Freiheitsapoſtel gab,


