Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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ſo künſtlich gelehrt zu zwitſchern anfangen, wie ſie an der abſoluten Hofhaltung Ludwigs XIV. gezwitſchert haben. Aber das Volk, das jetzt klug wie der Teufel wird, riß mir die Maske ab, warf ſie mir in's Ge⸗ ſicht, und ließ mir nur die einzige Genugthuung, mit meinen zwölfhundert Franes in der Taſche zu klap⸗ pern. Und iſt mir da nicht Recht geſchehen?

In dieſem Angenblick wurde das Geſpräch unter⸗ brochen, indem draußen ein Wagen vorfuhr, und Madame Helvétius in lebhafter Erwartung an das Fenſter eilte, um zu ſehen, welche von ihren Gäſten angekommen ſeien.

In der That, da ſitzt mein alter Franklin im Wagen! rief Madame Helvétius jubelnd. Und der neben ihm ſitzt, das iſt der Marquis von Condorcet, unſer ſchneebedeckter Vulkan, wie ihn unſer Freund dAlembert immer nannte. Beiden gegenüber, das iſt Graf Mirabean. Er ſpringt heraus, und hilft mit der zärtlichen Beſorglichkeit eines Sohnes dem Doctor Franklin beim Ausſteigen. Der Alte aber weiſt eigen⸗ ſinnig jede Hülfe zurück, und trotzt wahrhaftig noch auf die Jugend ſeiner ſiebenundſiebzigjährigen Beine, mit denen er wie ein ausgelaſſener amerikaniſcher Büffel die Erde von Auteuil ſtampft. Seht nur, wie kerzengrade und feſt er einherſchreitet, mein alter Benjamin!

Sie eilte jetzt, ihre Ungeduld nicht länger zügelnd, auf den Hausflur, um die Angekommenen zu begrüßen, während Chamfort und Cabanis ihr beeifert folgten.

Mit einem muntern Jubelruf war Franklin in's Haus getreten, indem er zugleich ſeiner Freundin an⸗ ſichtig wurde, die er zur Begrüßung auf das Herzlichſte in ſeine Arme ſchloß. Die Umarmung dauerte aber ſo lange, daß Madame Helvétius ſich mit ſcherzhaftem Unwillen von ihm losriß und ihn mit ihrer Hand