Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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ſehen iſt, und daß diefreie Geſellſchaft der Egoiſten, wie man unſern Freundeskreis hier in Anteuil be⸗ nennt,*) in die Gewalt unſerer Feinde geſpielt wer⸗ den ſoll!

Madame Helvétius, auf deren natürliche Heiter⸗ keit leicht mit jedem Scherz zu wirken war, brach bei dieſen Worten in ein herzliches Gelächter aus, in wel⸗ ches die beiden Freunde fröhlich einſtimmten. Es war ſchwer, dem Lachen der Madame Helvétius zu wider⸗ ſtehen, in welchem ſich dann die ganze jugendliche Munterkeit ihres Weſens ausſchüttete, und das ſie in allem Reiz eines ausgelaſſenen jungen Mädchens er⸗ ſcheinen ließ.

Das iſt ja ein außerordentlich vergnüglicher Ein⸗ fall! rief ſie, immer noch lachend. Die entſetzliche Hy⸗ pochondrie, mit der Herr Cabanis hier in Autenil anlangte, ſcheint alſo bereits unſerer geſunden Luft gewichen zu ſein, und ſich in einen ſo ſpaßhaften Charakter umgeſetzt zu haben!

Aber ich muß in der That bekennen, fuhr ſie mit wiedergewonnenem Ernſt fort, daß ich von Tag zu Tag mehr und aufrichtiger eine Freundin der Köni⸗ gin Marie Antoinette geworden bin. Mich zieht der große Liebreiz der Natürlichkeit an, der aus Allem ſpricht, was man von ihr vernimmt. Sie iſt gewiß eine edle ſchöne Seele, die überall das Beſte will, und wenn ihr Einfluß den König ganz und gar be⸗ herrſcht, ſo wird ihn dies nur auf die Bahn des Heils vorwärts treiben und ihn in die Arme ſeines Volkes führen. Und iſt Marie Antvinette nicht ſelbſt die Vorkämpferin einer neuen Zeit, da ſie den Kampf ge⸗ gen den Drachen der alten Etiquette am Hofe unter⸗ nommen hat? Mit ihrer friſchen Jngend und ihrer

)la société libre des égoistes.